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Wirkung & Bildung

15 Wege zu weniger Plastikmüll

Stapel von Einweg-Kunststoffbechern als Beispiel für vermeidbaren Plastikmüll

EARTH.ORG | 12. JANUAR 2021 | 3 MIN.

15 Wege zu weniger Plastikmüll

Kunststoff ist ein großer Teil unseres Alltags geworden. Er macht vieles einfacher und bequemer, hat aber zugleich eine Flut von Abfällen verursacht, mit der wir kaum umzugehen wissen. Weil er überall ist, fällt der Verzicht schwer: Er erfordert neue Gewohnheiten und ein anderes Denken. Glücklicherweise schlagen Organisationen und Regierungen weltweit Maßnahmen vor, um Umweltauswirkungen zu verringern. In diesem Jahr wird die EU beispielsweise den Verkauf bestimmter Einwegkunststoffe wie Trinkhalme, Besteck und Wattestäbchen verbieten. Auch persönlich können wir dazu beitragen, die Plastikflut einzudämmen. Hier sind 15 Möglichkeiten.

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Einige Fakten über Kunststoffabfälle:

  • Weltweit werden jährlich 500 Milliarden Plastikflaschen hergestellt.
  • In den Meeren befinden sich mehr als 150 Millionen Tonnen Abfall.
  • Bis 2050 könnte es im Meer mehr Kunststoff als Fisch geben.
  • 2020 entstanden mehr als 500 Millionen Tonnen Kunststoffabfall – 900 Prozent mehr als 1980.
  • Einwegkunststoffe werden durchschnittlich 12 bis 15 Minuten genutzt und können bis zu 500 Jahre brauchen, um zu zerfallen.

So lässt sich Kunststoffabfall im Alltag reduzieren:

  • Vermeiden Sie Einwegkunststoffe. Trinkhalme, Teller und Besteck aus Kunststoff sind bequem, belasten aber den Planeten. Nutzen Sie stattdessen Alternativen aus Metall oder Bambus.
  • Kaufen Sie unverpackt oder in größeren Mengen. Einwegbehälter sind allgegenwärtig – Styroporschalen, PET-Flaschen, Getränkekartons und Kunststoffdosen. Immer mehr Läden bieten jedoch Getreide, Reis und andere Lebensmittel lose an.
  • Überdenken Sie die Aufbewahrung von Lebensmitteln. Statt Kunststoffbeuteln, Frischhaltefolie und Plastikdosen können Bento- oder Tiffin-Boxen dienen. Nutzen Sie Gläser oder Glasbehälter anstelle von Zip-Beuteln und Folie.
  • Nehmen Sie zum Einkaufen einen Stoffbeutel mit.
  • Kaufen Sie auf lokalen Bauernmärkten ein. Dort bekommen Sie frische regionale Lebensmittel ohne Kunststoff – wenn Sie eigene Taschen mitbringen.
  • Ersetzen Sie Plastikdosen durch Glas- oder Stahlbehälter.
  • Geben Sie Kunststoffabfälle in den richtigen Recyclingbehälter.
  • Verzichten Sie auf Kosmetik mit Mikroplastik.
  • Kaufen Sie weniger Kleidung und waschen Sie nur bei Bedarf. Ein Waschgang kann 700.000 Mikroplastikteilchen in die Umwelt freisetzen.
  • Kaufen Sie Naturfasern wie Baumwolle, Hanf und Leinen. Ihre Verarbeitung benötigt deutlich weniger Wasser als die synthetischer Stoffe wie Polyester und Nylon; außerdem halten sie länger.
  • Verwenden Sie eine nachfüllbare Wasserflasche.
  • Stellen Sie Reinigungsmittel selbst her. Eine Mischung aus einem Teil Essig und drei Teilen Wasser kann in einer wiederverwendeten Sprühflasche als Allzweckreiniger und zum Waschen von Obst und Gemüse dienen.
  • Probieren Sie Bienenwachstücher statt Kunststoff-Frischhaltefolie.
  • Kaufen Sie notwendige Kunststoffgegenstände gebraucht statt neu.
  • Kompostieren Sie Lebensmittelabfälle, um Kunststoff-Müllbeutel zu vermeiden.

Das sind einige kleine, aber wirksame Möglichkeiten, die Belastung des Planeten durch Ihren Kunststoffabfall zu verringern. Wenn wir uns alle der globalen Abfallkrise stärker bewusst wären, könnten wir beginnen, einen Teil der Schäden zu beheben, die im Namen der Bequemlichkeit entstanden sind.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Earth.Org und wird hier im Rahmen einer redaktionellen Vereinbarung erneut veröffentlicht.

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